Mehr Demokratie braucht das Land!

Engagierte und besorgte Bürgerinnen und Bürger, darunter auch namhafte Expolitiker aus verschiedenen politischen Richtungen haben eine Initiative für mehr Demokratie in Österreich gestartet. Viele Bürgerinnen und Bürger in Österreich wollen nicht mehr länger zuschauen, wie durch Taktieren, gegenseitigem Misstrauen, Klientelpolitik und der daraus resultierenden Reformunfähigkeit der Politik die Wählerinnen und Wähler immer mehr der Demokratie den Rücken kehren.

Hier einige Ziele von  „Mein Österreich“  im Detail:

  • Schon ab der Nationalratswahl 2013 soll die Hälfte aller Mandate über eine Persönlichkeitswahl in den Wahlkreisen vergeben werden. Jeder erfolgreiche Kandidat soll mehr als die Hälfte der Stimmen holen, notfalls mit Stichwahl.
  • Volksbegehren, die zumindest 400.000 Unterstützer haben, sollen fix in eine Volksbefragung münden.
  • Die Zahl der Landtagsabgeordneten soll halbiert werden.
  • Die Parteifinanzen sollen zur Gänze offengelegt werden. Schon ab 100 Euro sollen Spenden deklariert werden müssen.

Das Demokratievolksbegehren soll noch in diesem Jahr eingeleitet werden!

Das “unabhängige bürgerforum gampern” unterstützt diese Initative!

Weitere Infos zu Zielen und Unterstützungsmöglichkeiten finden sie hier auf:

Was wir uns leisten?

Am 15. Dezember 2011 hat der Gemeinderat das erste Mal im neuen luxuriösen Sitzungssaal getagt. Wohlgemerkt, die kleinere Hälfte des Gemeinderates  (49,79% = ubg, FPÖ, SPÖ) wäre auch mit  weniger Luxus zufrieden gewesen, die ÖVP (50,21%) hingegen wollte eine Luxusvariante, die keine Wünsche offen lässt. Wie teuer diese  sein wird, konnte auf Anfrage des Bürgerforums derzeit weder vom Bürgermeister noch vom Amtsleiter beantwortet werden. Schon allein die schweren ledergepolsterten Sessel, auf denen die Gemeinderäte nunmehr sechs bis siebenmal im Jahr sitzen dürfen zeigen, wie viel Wert auf Luxus  gelegt wurde.

Es wurden wirklich keine Kosten und Mühen gescheut. Der Bevölkerung wurden in einer beispiellosen Medienkampange die Vorzüge des neuen Gemeindehauses via BTV und Zeitung  ins Haus geliefert. Was die Öffentlichkeit in den Medien aber tunlichst nicht erfahren sollte ist der Umstand, dass die erwünschte Energieeinsparung annähernd auch mit günstigeren Dämmstoffen  hätte erzielt werden können. Auch das knapp zehn Jahre alte Tonziegeldach hätte dafür nicht heruntergerissen werden müssen.

Dass der Bürgermeister und die ÖVP seit einem Jahr nicht müde werden, den Umbau des Gemeindeamtes  schön zu reden ist verständlich, wenn man weiß mit welchem Unmut die Bevölkerung  in Gampern dieses Prestigeprojekt beobachtet und heute noch sieht.  400 Bürgerinnen und Bürger haben sich im Frühjahr mit ihrer Unterschrift gegen dieses Projekt ausgesprochen.

Für eine zeitgemäße Einrichtung und energietechnische Sanierung des Gemeindeamtes ist das Bürgerforum immer eingetreten und hat diese auch gefordert. Unsere Kritikpunkte waren und sind  die immensen Kosten, die dieses Projekt verschlingt und die nicht vorhandene Gesprächsbereitschaft der ÖVP und des Bürgermeisters über mögliche Einsparungsvorschläge.

Die Leute müssen von der Politik erwarten können, dass ihre Steuergelder besonders  in schwierigen Zeiten verantwortungsbewusst eingesetzt und sinnvoll verteilt werden. Prestigeprojekte wie das Gemeindeamt werden letztendlich von den Steuerzahlern über Kommunal-, Einkommens-, Umsatz-, Grundsteuer und besonders in Gampern, auch über die Kanalgebühren bezahlt.

„Wir leben über unsere Verhältnisse“ sagt der Chef des Landesrechnunghofes im OÖN-Interview am 17. Dez. 2011 und rät den Politikern, nicht alles schön zu malen, sondern der Bevölkerung die Wahrheit zu sagen. Die wird die Schuldenkrise und daraus entstehenden Sparpakete schon in naher Zukunft schmerzlich zu spüren bekommen.

Die Menschen haben für Luxusprojekte und Geldverschwendung kein Verständnis mehr.  Wir können sie uns nicht mehr leisten!

Gemeinwohl vor Gewinnmaximierung

Mit 180 BesucherInnen war der Pfarrsaal beim Vortrag von Christian  Felber zum Thema: „Wege aus der Schulden und Finanzkrise“ zum Bersten voll.

Das große Interesse an diesem Thema zeigt, dass die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise die Menschen bewegt und sie Antworten auf viele offenen Fragen suchen. Fragen, die  das ubg  gemeinsam mit dem Katholischen Bildungswerk und dem Kulturverein Kunstdünger dazu bewogen haben, Christian Felber nach Gampern einzuladen.

Christian Felber zeichnete an diesem interessanten Abend ein Bild über die aktuelle finanzwirtschaftliche Situation der vielfach hochverschuldeten Staaten in Europa und die Rolle der daran beteiligten Banken und Regierungen.

Dem herrschenden Wirtschafts- und Finanzsystem stellt der international ankerkannte Publizist, Buchautor und Lektor an der Wiener Wirtschaftsuniversität sein Wirtschaftmodell der Zukunft, die Gemeinwohl-Ökonomie entgegen. Sie ist eine alternative Wirtschaftsordnung zur kapitalistischen Marktwirtschaft und beruht auf denselben Werten, die auch unsere zwischenmenschlichen  Beziehungen gelingen lassen wie Vertrauensbildung, Kooperation, Wertschätzung, Demokratie und Solidarität.  

Wir bedanken uns für den überwältigenden Besuch und die Unterstützung des Kulturvereins Kunstdüngers sowie des Katholischen Bildungswerkes Gampern.

Hier können Sie mehr Fotos von der Veranstaltung ansehen!

Wer mehr über Christian Felber erfahren will, findet das hier: www.christian-felber.at